Sylt

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„Ich will zurück nach Westerland“ sangen einst „Die Ärzte“. Warum ausgerechnet Westerland? Keine Ahnung. Viel Charme versprühen die Westerländer Bausünden der 70er Jahre nicht. Aber Sylt hat weitaus mehr zu bieten als die etwas angestaubte Inselhauptstadt.

Sylt

Sylt ist sie nördlichste der nordfriesischen Inseln. Die Insel der Schönen und Reichen, heißt es. Und schon bei der Überfahrt mit dem Sylt Shuttle (90,00 Euro Hin- und Rückfahrt) fallen die vielen Nobelkarossen auf dem Zug auf. An Wochenenden mit schönem Wetter, insbesondere an langen Wochenenden heißt es: Hinten anstellen. Wartezeiten von rund einer Stunde sind nicht ungewöhnlich.

Alternativ gibt es die Möglichkeit mit der Fähre von Römö nach Sylt überzusetzen   Das ist etwas günstiger (78,00 Euro für PKW/Bullis, 81,00 Euro für Wohnmobile) dafür muss man etwas weiter fahren. Insbesondere für Wohnmobile lohnt sich das allerdings, weil diese auf dem Zug deutlich teurer sind. Übrigens: Die Syltfähre ist im Polanski-Film „Der Ghostwriter“ zu sehen.

Strandabschnitt bei Kampen auf Sylt
Strandabschnitt bei Kampen auf Sylt

Westerland

Die Hauptstadt ist tatsächlich das Zentrum der Insel. Hier gibt es viele Bars und Restaurants für jeden Geldbeutel. Während des Windsurf-Worldcups ab Ende September ist es ziemlich voll in Westerland. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Insbesondere in den Clubs ist es unerträglich voll. Sich seinen Stellplatz trotzdem in Westerland zu suchen ergibt trotzdem Sinn, wenn man nicht nach totaler Abgeschiedenheit und Ruhe sucht.

Auf dem Campingplatz „Dünen Camping Sylt“ sind Bullitour-isten gut aufgehoben. Die Stellplätze sind zwar nicht besonders groß, aber die sanitären Anlagen völlig in Ordnung. Über einen kleinen Dünenweg ist man schnell am Meer. Besonders zu empfehlen ist die Osteria auf dem Platz. Sehr leckeres italienisches Essen, allerdings auch nicht ganz günstig. Unbedingt reservieren.

Vom Campingplatz ist man schnell in Westerland. Mit dem Fahrrad kommt man über die wunderschönen Wege durch die Dünen in die anderen Inselorte im Süden und Norden. Eine Radtour lohnt sich auf jeden Fall, notfalls Räder leihen. Denkt aber daran, dass der Rückenwind auf der Hintour, auf der Rücktour… Genau!

Fazit: Sylt macht auch für Normalsterbliche Spaß. Die Natur und die Dünen sind der Kracher. Drachen und u.U. Wellenreiter gehören mit ins Gepäck, genauso wie eine warme Jacke und ein bisschen mehr Kleingeld als üblich. An den verlockenden langen Wochenenden kann das lange Anstehen am Syltshuttle allerdings für Frust sorgen.

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