Niederlande und Belgien

Niederlande und Belgien

Eingetragen bei: belgien, niederlande, nordeuropa | 0

Von Amsterdam über Antwerpen bis nach Brügge geht dieser Kurztrip für ein langes Wochenende. Ein teures Wochenende, wenn man sich den falschen Campingplatz aussucht und ans Gute im Menschen glaubt…

AMSTERDAM

Amsterdam mit seinen vielen Grachten ist gut mit dem Bulli zu erreichen, allerdings sollte man nicht damit in die Innenstadt fahren. Parken ist sehr teuer, außerdem gibt es viele Einbahnstraßen und dichten Verkehr. Entspannter ist es, den Wagen auf einem Campingplatz stehen zu lassen und mit der S-Bahn oder dem Rad ins Zentrum zu fahren.

Gute Erfahrung haben wir mit dem Campingplatz Zeeburg gemacht. Der Platz liegt etwas versteckt im Osten der Stadt an einem See. Mit der S-Bahn kommt man innerhalb von etwa 20 Minuten ins Zentrum. Das läuft relativ unkompliziert. Die Duschen und Toiletten sind ok, außerdem gibt es im kleinen Shop Brötchen zu kaufen. Alles in allem ein guter Platz für einen Amsterdam-Trip.

Ganz und gar nicht geeignet für einen Amsterdam-Besuch ist der Campingplatz Het Amsterdams Bos, den wir im ADAC-Campingführer gesehen haben. Sah auf der Karte recht dicht aus zum Amsterdamer Zentrum. Die Fahrt mit der S-Bahn dauert allerdings 45 Minuten, der Weg zur Haltestelle ist recht weit. Außerdem ist man nachts für den Rückweg auf ein Taxi angewiesen. 80,00 Euro hat der gute Mann verlangt, 20 Minuten sind wir gefahren… Und es war kein Rolls Royce.

Wer zum Feiern nach Amsterdam fährt, wird sicherlich nicht enttäuscht. Es gibt viele Diskotheken und Clubs. Die einzelnen „Disko-Ecken“ liegen zwar etwas weiter auseinander, aber es gibt die Möglichkeit mit einem Fahrradtaxi zu fahren. Die Fahrer wissen auch Bescheid, wo man hinsollte und wo nicht. Kostenpunkt ca. 15,00 Euro.

ANTWERPEN

Um ehrlich zu sein: Belgien war bislang nur ein „Transitland“ für mich. Das hat sich schlagartig verändert. Belgien hat wirklich sehr schöne Ecken. Dazu gehört Antwerpen. Nicht zu groß und nicht zu klein, interessante Architektur, nette Cafés und Restaurants. Wir haben uns für die Variante „Wildcampen“ entschieden. Abgestellt haben wir den Bulli direkt am Stadtpark an der Straße Rubenslei. Schien auf den ersten Blick ruhig gelegen und unproblematisch. Allerdings sind am späten Abend Jugendliche aufgetaucht, die Flaschen und Fahrräder durch die Gegend geschmissen haben. Daraufhin haben wir uns um die Ecke auf einen Parkplatz direkt zwischen Hauptstraße und Straßenbahnschienen gestellt. Nicht so ruhig, dafür sicherer. Absoluter Geheimtipp fürs Frühstück oder den Snack zwischendurch: Die Esco Bar in der Quellinstraat 32. Sehr nette Inhaber, leckere und ungewöhnliche Kaffeespezialitäten, viel hausgemachtes.

Nach einer Stärkung geht es weiter nach Brügge…

BRÜGGE

Vor der Fahrt nach Brügge sollte der Film „Brügge sehen und sterben?“ zum Pflichtprogramm gehören. Der Film gibt schon einen sehr guten Einblick in die Stadt und einige nützliche Touri-Tipps. Nur der immer wieder genannte Königinnen-Astrid-Park ist jetzt nicht gerade der Klopper.

Den Bulli kann man am Campingplatz Memling außerhalb des Zentrums stehen lassen. Der Platz ist ganz ok für ein paar Nächte. Die Toiletten werden nicht besonders oft gereinigt, deshalb riecht es leider auch etwas unangenehm. Die Sanitäranlagen sind aber relativ neu. Von Platz sind es knapp 20 Minuten zu Fuß ins Stadtzentrum oder wenige Minuten mit dem Bus. Unbedingt den kostenlosen Stadtplan aus der Rezeption mitnehmen, der ist wirklich super!

Der historische Stadtkern von Brügge ist perfekt erhalten, moderne Bauten zwischen den Altstadthäusern gibt es nicht. Die Stadt ist von Kanälen durchzogen, es gibt mehrere Anbieter von Bootstouren. Aber auch zu Fuß durch die Gassen schlendern bringt Spaß. Mit etwas Glück bekommt man abends ein beeindruckendes Glockenkonzert auf dem Marktplatz zu hören. Auch ein paar kleinere Diskotheken sind im Zentrum, sie liegen direkt nebeneinander. Die Bierpreise sind sehr moderat. Das gilt allerdings nicht für so manches Restaurant.

facebook

Hinterlasse einen Kommentar