Mexiko: Road Trip Yucatán-Halbinsel

Mexiko: Road Trip Yucatán-Halbinsel

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Ja, das war keine Bullitour. Verschiffen war zu teuer. Aber ein sehr spannender Road Trip über die Yucatán-Halbinsel in Mexiko, entlang der Karibik-Küste. Und weil wir hauptsächlich mit Kleinbussen gereist sind, gehört der Beitrag doch irgendwie auf diese Seite, finden wir.

HAMBURG – CANCÚN – ISLA MUJERES

Dieser Trip hat ausnahmsweise im Flugzeug begonnen, Direktflug Hamburg nach Cancún. Ja genau, das ist da, wo die Amerikaner und Kanadier im Frühjahr Springbreak feiern. Flug mit Thomson Airways (Tuifly) ca. 700 Euro hin und zurück. Hinflug rund 12 Stunden, zurück 9,5 Stunden. Vom Airport ging es auf direktem Weg mit dem Taxi zum Fähranleger rüber zur Isla Mujeres.

Diese kleine Insel ist ein echtes Juwel. Auf der einen Seite karibische Strände mit Palmen und traumhaften Sonnenuntergängen. Auf der anderen Seite etwas rauer mit vielen Wellen, baden ist deshalb nicht immer erlaubt. Untergekommen sind wir im Hostel Poc-Na. Wir haben uns für die Variante „Doppelzimmer“ entschieden, man kann auch in den großen „Dorms“ unterkommen. Das ist etwas günstiger aber deutlich unruhiger. Denn dieses Hostel ist ein Treffpunkt für Partygänger. Jeden Abend bis 3.00 Uhr nachts gibt es Party am Hostel-Strand mit günstigen Getränken und wechselnden DJs. Klos und Duschen sind leider unterstes Camping-Niveau. Für ein paar Tage aber absolut ok.

ISLA MUJERES – PLAYA DEL CARMEN

Weiter ging es per „Colectivo“ vom Busbahnhof Cancún nach Playa del Carmen. Die Colectivos sind kleine Toyota Hiace-Busse. Erstaunlich: Bis zu 20 Leute finden da ihren Platz drin, ein echtes Erlebnis. Vorteil der Colectivos: Sie werden vor allem von Einheimischen genutzt und sind seeehr günstig. Selbst auf langen Strecken, wie in diesem Fall rund 70 Kilometer.

Playa del Carmen ist ein Urlaubsort mit zig Hotelbauten nebeneinander am weißen Karibik-Strand. Wir haben nur eine Nacht in einem Bed & Breakfast verbracht. Sol Messico Beach hieß es, schönes Zimmer, Frühstück sehr einfach, Toast und Marmelade. In Playa del Carmen gibt es zahlreiche Diskotheken nebeneinander, fast so wie am Ballermann. Nur etwas stilvoller.

PLAYA DEL CARMEN – TULUM

Von Playa del Carmen ging es natürlich per Colectivo weiter nach Tulum. Ein Ort, der neben einer großen Maya-Stätte und mehreren Cenoten (Kalksteinlöcher gefüllt mit Süßwasser) nicht so besonders viel zu bieten hat. Allerdings liegt Tulum sehr nahe an Akumal. Dort gibt es einen paradiesischen Strand mit vorgelagertem Riff. Schnorcheln mit Schildkröten, Rochen und hunderten bunten Fischen ist ein absolutes Muss. Zahlreiche Verkäufer versuchen Touristen Schnorcheltouren, Schwimmwesten etc. anzudrehen. Man kann aber einfach mit seinen eigenen Sachen schnorcheln gehen, for free.

Untergebracht waren wir in Tulum im Hostel „Mama’s home“ – inzwischen „José @ Mama’s home„. Der Spanier José hat das Hostel vor Kurzem von einer älteren Frau übernommen und macht da sein Ding. Sensationelles Frühstück, jeden Tag etwas anderes, liebevoll kreiert. Zimmer sauber, José sehr hilfsbereit. Absolut top.

TULUM – BACALAR

Für die nächste Etappe ging es im Reisebus (ADO) rund 200 Kilometer in den Süden nach Bacalar. Das wohl schönste Ziel dieses Road Trips. Bacalar ist eine sehr alte Stadt an einem Binnensee, der auch Bacalar heißt. Er wird auch der See der sieben Farben genannt (Laguna de los Siete Colores), weil er sich in so vielen Farben schimmert. Das Türkisblau des Sees ist beeindruckend und macht die ersten Minuten sprachlos.

Für den perfekten Sonnenuntergang haben wir uns kleine Kajaks gemietet und sind damit über den schmalen See gepaddelt. Eine nicht ganz ungefährliche Aktion. Denn durch einen kleinen Strom haben wir uns recht weit auf die andere See-Seite treiben lassen. Das Problem: Der See ist an einigen Stellen extrem flach und wir haben den „Ausgang“ nicht wiedergefunden. Also mussten wir querfeldein durch das Flachwasser paddeln, extrem anstrengend, weil das Boot auf den weichen Boden aufsetzte. Im Stockdunkeln ging es schließlich zurück ans andere Ufer.

Am nächsten Tag haben wir eine geführte Motorboot-Tour mitgemacht. Eine der besten Ideen überhaupt. Die Jungs zeigen einem die schönsten Stellen des Sees und haben Schnorchelausrüstungen dabei.

Übernachtet haben wir im Hostel Pata de Perro. Die Einzelzimmer sind wahnsinnig schön und sauber. Der Betreiber sehr nett und hilfsbereit. Erledigt sogar Souvenir- oder Ticketkäufe, organisiert Ausflüge etc.

Wenn man seinen Rucksack samt Unterwasser-Kamera im Taxi liegen lässt, dann ist allerdings auch er machtlos…

Interessante Begegnung am Rande: Steven und Diana aus Holland sind mit ihrem T2 durch Bacalar gerollt. Die beiden sind seit 2011 in Südamerika mit ihrem Bulli unterwegs. Wirklich beneidenswert. Und eine sehr schöne Internetseite haben sie auch: http://www.digitalnomadz.nl. Einfach mal reinklicken!

BACALAR – CANCÚN

Zum Schluss ging es dann wieder mit dem Reisebus (ADO) sechs Stunden Richtung Norden nach Cancún. Dort haben wir uns noch einige Nächte im All-Inclusive-Schuppen gegönnt. Hotel Flamingo. Zimmer ok, Buffet so la la. Dafür nicht ganz so teuer wie die Hilton’s und co. Viel mehr gibt es zu Cancún nicht zu erzählen. Großartiger Strand, sauberes Wasser, allerdings eine Bettenburg neben der anderen. Da gibt es deutlich schönere Plätze, s.o. 🙂

 

Hotelzimmerblick in Cancún
Hotelzimmerblick in Cancún
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