Italien, Toskana und Elba

Italien, Toskana und Elba

Eingetragen bei: italien, südeuropa | 0

Frühling in Italien, blühende Landschaften, (fast) leere Strände. Ende Mai geht es los, ein guter Monat für einen Italien-Urlaub, wie sich herausstellen sollte. Als kurzer Zwischenstopp bietet sich der oberitalienische Gardasee an, der größte See Italiens. Trotz der Lage umringt von Bergen herrscht hier ein erstaunlich mediterranes Klima.

LAZISE, PESCHIERA DEL GARDA UND VERONA

Die Entscheidung fällt auf einen Platz in Lazise. Wie überall rund um den Gardasee gibt es auch hier zig unterschiedliche Plätze. Lazise ist eine sehr alte Stadt, um die es viele Sandstrände gibt. Ungewöhnlich für den Gardasee, oft gibt es nur Kiesstrände. Von Lazise aus bieten sich Ausflüge nach Verona und Peschiera del Garda an. Beide Städte sind etwa 25 Minuten entfernt. Veronas mittelalterliche Altstadt bietet viele Möglichkeiten zum Shoppen und Essengehen. Im deutlichen kleineren Peschiera del Garda gibt es viele kleinere Cafés, allerdings war es hier schon außerhalb der Ferien ziemlich voll.

Vom Gardasee geht es weiter nach…

PORTOFINO UND CINQUE TERRE

Die nächste Nacht wird Geld gespart. Nur wenige Kilometer von Portofino, direkt an der Strata Statale 227 gelegen, befindet sich ein größerer Parkplatz. Sogar eine öffentliche Toilette gibt es dort. Kein Luxus, aber immerhin. Direkt am Parkplatz befindet sich eine extrem angesagte Diskothek, selbst aus dem ca. 40 Kilometer entfernten Genua kommen die Partygänger dorthin. Der Eintritt ist mit 25 Euro inkl. Freigetränk aber nicht gerade billig.

Mit dem Fahrrad geht es in rund 15 Minuten nach Portofino. Das Auto sollte man tunlichst stehen lassen, in dem Mini-Örtchen gibt es kaum Parkplätze. Und die sind mit den dicken Nobelkarossen der Gäste und Bewohner belegt. Die Restaurants in zweiter Reihe haben ein relativ normales Preis-Leistungsverhältnis. Eine Cola am Hafen kann aber schonmal 8,00 Euro kosten und ein Longdrink 18,00 Euro. Trotzdem: Portofino ist einen Besuch wert, insbesondere in den Abendstunden.

Am nächsten Morgen geht die Tour weiter Richtung Süden durch das Naturschutzgebiet Cinque Terre. Die Gegend mit ihren fünf Fischerdörfern ist seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe. Wer einmal da war, weiß warum. Durch die Landschaft schlängeln sich enge Straßen, die von fast jeder Stelle aus einen fantastischen Blick auf das Mittelmeer bieten. Der Bulli-Motor hat gut zu tun, die steilen Steigungen zu schaffen. Wer Serpentinen mag, wird hier seinen Fahrspaß haben.

Stellplätze oder Campingplätze direkt am Wasser und noch dazu am Strand sind allerdings kaum zu finden. Deshalb führt die Tour weiter nach…

MARINA DI BIBBONA

Zugegeben: Der Bär steppt nicht in Marina di Bibbona. Der Ort hat einen großen Spielpark für Kinder (und junggebliebene Erwachsene), einen sehr schönen Strand und einen großen Pinienwald, in dem Horden von Glühwürmchen leben. Im dunkeln blitzt es von allen Seiten in diesem Wald, wenn die Glühwürmchen wie kleine, blinkende Hubschrauber umherfliegen. Allein deswegen lohnt sich schon der Weg nach Marina di Bibbona. Ein wirklich hervorragender Campingplatz ist „Camping Esperidi Village“. Sehr sauber, schöne Stellplätze und gut gelegen.

CASTIGLIONE DELLA PESCAIA

Bevor es mit der Fähre nach Elba geht, halten wir für einen Zwischenstopp in Castigilone della Pescaia, ein kleiner Ort südlich vom Fährhafen Piombino. Dort gibt es den Campingplatz Maremma Sans Souci. Um es deutlich zu sagen: Dieser Platz hat seine besten Zeiten hinter sich. Die einzelnen Stellplätze sind wirklich schön und schattig, die Toilettenhäuschen allerdings, die sind alt und nicht wirklich sauber. Schade. Der Strand ist dafür umso schöner und, zumindest Anfang Juni, noch ziemlich leer. Castiglione della Pescaia selbst trumpft vor allem mit seiner Burgstadt auf. Sind zwar einige Stufen zu gehen, aber der Gang lohnt sich.

ELBA

Die letzte Station unserer Italien-Reise ist gleichzeitig die mit Abstand schönste: Die Insel Elba. Mit den Fähren von Moby oder Toremar geht es recht unkompliziert auf die Mittelmeer-Insel. Die Anbieter wechseln sich ab, Preise sind identisch bei ca. 60,00 bis 70,00 Euro pro Fahrt, je nachdem wie hoch und lang der Bulli ist.

Auch auf Elba gibt es sehr viele Campingplätze, von denen der beste wohl der Campingplatz in Scaglieri ist. Die einzelnen Stellplätze sind terrassenartig angelegt. So hat jeder einen atemberaubenden Ausblick auf die Bucht. Leider ist der Platz recht klein und auch recht bekannt, deshalb unbedingt vorher reservieren. Die Duschen und Toiletten sind sauber und gepflegt. Abends am Strand sind ebenfalls Glühwürmchen unterwegs.

Ein weiterer schöner Platz befindet sich bei Lacona, Camping Valle Santa Maria. Direkte Strandlage an einem schönen, weichen Sandstrand. Moderne Toiletten und Duschen. Auch ok: Camping La Voce. Gute Lage, schöner Strand. Sanitäranlagen in Ordnung.

Nicht besonders gut hat uns der Campingplatz Europa gefallen. Dieser ist zwar sehr günstig, allerdings auch wirklich alt. Die Duschen und Toiletten ungepflegt und zum Teil defekt. Einzig die gute Lage entschädigt dafür.

Wer auf Elba ist, sollte auf gar keinen Fall die Fahrt mit der Seilbahn „Cabinovia“verpassen. In kleinen gelben „Vogelkäfigen“ geht es für stolze 18,00 Euro pro Person auf den höchsten Berg der Insel, den Monte Capanne (1018 m). Angeblich ist noch nie ein Unfall mit der Seilbahn passiert, das beruhigt ein wenig. Aber für den Blick von oben lohnt sich die Auffahrt.

facebook

Hinterlasse einen Kommentar