Fehmarn – Regen auf der Sonneninsel

Fehmarn – Regen auf der Sonneninsel

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Was ist nur los mit diesem Sommer 2015?! Er schuldet uns jetzt aber echt einen goldenen Oktober. Ein durchwachsenes und überraschend teures Wochenende auf der „Sonneninsel“ Fehmarn.

CAMPINGPLATZ-SUCHE FÜR FORTGESCHRITTENE

Wer Fehmarn nicht kennt: Fehmarn ist eine der größten Inseln Deutschlands und liegt oberhalb der Lübecker Bucht im Kreis Ostholstein. Für uns als Lübecker innerhalb von einer Stunde über die A1/B207 zu erreichen über die Fehmarnsundbrücke (keine Maut). Wegen ihrer geografischen Lage gilt sie als besonders sonnenreich und wird werbewirksam „Die Sonneninsel“ genannt.

Die Fehmarnsundbrücke - Der Kleiderbügel
Die Fehmarnsundbrücke – Der Kleiderbügel

Also nichts wie hin, vielleicht scheint ja wenigstens auf Fehmarn die Sonne. Und zumindest der Samstag war wirklich sonnig und warm, wenn auch windig. Aber genau deswegen kommen viele Windsurfer und Kiter dorthin.

Auf Fehmarn gibt es viele Campingplätze über die gesamte Insel verteilt. Drei haben wir uns angeschaut, der Dritte ist es geworden.

Zuerst den Campingplatz Strukkamphuk. Ein schöner, gepflegter Platz im Süden der Insel. Fast hätten wir schon eingecheckt, dann allerdings haben wir uns den Strand am Platz angesehen. Sehr sehr schmal und voller Algen. Ein paar Algen gehören ja dazu an der Ostsee. Aber der Teppich war locker zweieinhalb Meter breit und zog sich den gesamten Strand entlang. Mit entsprechendem Geruch.

Anschließend haben wir den wohl bekanntesten Platz der Insel angesteuert. Den Camping- und Ferienpark Wulfener Hals, ebenfalls im Süden der Insel, allerdings östlich der Fehmarnsund-Brücke. Der Platz ist ebenfalls gepflegt und top ausgestattet mit Sauna, Swimmingpool, Eisdiele etc. Allerdings konnte uns auch dort der Strand nicht überzeugen. Er liegt zwischen dem Burger Binnensee und der Ostsee. Insofern perfekte Bedingungen für Wassersportler. Allerdings ist nicht nur das Wasser im Blickfeld, sondern auch drei Hochhäuser des weltberühmten dänischen Architekten Arne Jacobsen. Was der Mann sich dabei gedacht hat – ich weiß es nicht. Betonklötze im 70er-Jahre-Charme. Im Bewusstsein möglicherweise etwas zu sehr anspruchsvoll zu sein bei der Campingplatz-Suche, geht es weiter nach Meeschendorf.

Der Campingplatz Insel-Camp Fehmarn überzeugte uns dann aber doch endlich. Ein 5-Sterne-Platz im Südosten der Insel. Saubere Duschen und Toiletten mit Fußbodenheizung, gepflegte Stellplätze und ein recht schöner Naturstrand. Nicht besonders breit, aber flach abfallend und sauber. Besser als die anderen beiden gesehenen Strände aber auch nicht vergleichbar mit anderen Ostseestränden wie Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Kühlungsborn, Warnemünde etc.

Sehr gut gegessen haben wir im Restaurant Bernstein. Günstig und lecker, empfehlenswert auch das Frühstücksbuffet für 6,95 Euro mit selbst gebackenem Brot, selbst gemachter Marmelade usw., inkl. Saft, Kaffee oder Tee.

Der Platz an sich gehört allerdings nicht zu den besonders günstigen. Für einen Bulli-Platz inkl. 2 Personen + 2 Personen mit Zelt und Auto + Strom: 126,00 Euro für zwei Nächte.

FAZIT:

Wir haben ehrlicherweise nur den Süden von Fehmarn gesehen und der hat uns leider nicht wirklich überzeugt. Es hat ganz sicher seinen Grund warum tausende Menschen jedes Jahr ihren Urlaub dort verbringen, aber wir haben ihn an diesem Wochenende leider nicht finden können. Vielleicht haben wir an den falschen Stellen gesucht? Vielleicht ist der Insel-Norden einfach viel schöner? Vielleicht hat das wechselhafte Wetter für ein wenig Frustration gesorgt? Nicht ausgeschlossen.

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2 Antworten

  1. Hauke Bülow

    Hallo Karin, vielen Dank für den lieben Kommentar! Guten Rutsch 😉

  2. Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen mit uns teilt. Danke dafür. Wünsche frohe Weihnachten.
    Gruß Karin

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