Atlantikküste Frankreich und Spanien

Atlantikküste Frankreich und Spanien

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Wellen, Dünen und felsige Küste. Eine Bullitour von Moliets-et-Maa ins Baskenland mit Pech und Pannen aber dafür mit viel Natur und einem der wohl schönsten unbekannten Strände ever. Erstes Etappenziel: Ein Rastplatz bei Paris. Nach einer kurzen Übernachtung geht es weiter in Richtung Küste. Auf halber Strecke zwischen Paris und Orléon platzt allerdings ein kleiner Dieselschlauch im Motorraum ab, der Bulli verliert Sprit und bleibt liegen. In so einem Fall lohnt sich eine ADAC-Plus-Mitgliedschaft… Innerhalb von einer halben Stunde kam ein Abschlepper, der den Bulli „huckepack“ genommen hat und zur nächst gelegenen Werkstatt schleppte. Eine Peugeout-Werkstatt.

Nach fünf Tagen im Hotel und einigen Schwierigkeiten mit der Werkstatt konnte die Fahrt endlich weiter gehen. Zunächst nach…

ARCACHON

In Arcachon wandert die größte Wanderdüne Europas. 110 Meter hoch und 2,7 km lang ist sie. Ein wahrer Gigant. Wer ihn besteigt, sollte eine Flasche Wasser im Gepäck haben. Oder zwei. Oder drei… Falls nicht: Schlaue Händler verkaufen Wasser und Eis für die Rückkehrer. Die Aussicht von oben auf den Atlantik und die Region ist genial. Außerdem kann man ordentlich herumspringen im weichen Sand.

Nach dem Besuch der Dune du Pilat ging es weiter zur Übernachtung nach…

MOLIETS-ET-MAA

Moliets, wie Kenner den Ort nennen, ist ein kleines Nest mit einem weiten Strand und großen Dünen. In Moliets gibt es viele Surfschulen und damit auch Surfschüler. Im Ort versteckt wird in den Sommermonaten jeden Tag gefeiert. In einer Bar sorgt jeden Abend eine Band oder ein DJ für Mucke. Gegen 2.00 Uhr geht es dann in einer Art Polonäsengang in die nächste Location. Ein Restaurant, das jeden Abend zur Disko umgebaut wird. Geschlafen wird entweder unter dem Parkplatz unter den Pinien am Ortseingang oder auf einem der beiden Campingplätze im Ort. “Le Saint Martin” ist der etwas teurere Platz direkt am Strand mit Dünenzugang. Die meisten Surfer sind allerdings auf  “Les Cigales” untergebracht. Ein Stern weniger, dafür billiger. Vorreservieren ist auf beiden Plätzen Pflicht.

Die Fahrt geht weiter nach…

BIARRITZ, HENDAYE UND SAN SEBASTIÁN

Biarritz zieht im Sommer Massen an Touristen an, auch uns. Allerdings nur für einen Abstecher zum Abendessen. Die Preise sind schon etwas weiter oben angesiedelt, aber die engen Gassen und Einkaufsstraßen sind echt schön anzusehen und entschädigen dafür. Unbedingt empfehlenswert ist auch der Sonnenuntergang über dem Atlantik.

Wir folgen den Küstenstraßen in Richtung Baskenland. Eigentlich sollte es heute nach San Sebastián gehen, auf den Campingplatz „Igueldo“. Was man bei Googlemaps allerdings nicht auf den ersten Blick sieht: Dieser Platz ist weder Nahe am Wasser noch in Stadtnähe. Stattdessen liegt Camping Igueldo hoch oben fernab jeglicher Zivilisation. Wer auf der Suche nach Strand und Wellen ist, sollte ihn also auf jeden Fall meiden.

In San Sebastián begeben wir uns auf die Suche nach einem adäquaten Stellplatz für den Bulli. Allerdings fühlen wir uns nicht wohl in der Großstadt, außerdem gibt es kaum Parkplätze. Also fahren wir zurück über die Grenze nach Hendaye. Ein kleiner Ort, in dem abends ab 23.00 Uhr zwar die Bürgersteige hochgeklappt werden, der allerdings viele nette Restaurants und eine breite Promenade zu bieten hat. Lange Wellen sorgen für Spaß beim Baden und Surfen. Aber aufgepasst: Die Flut kommt schneller als man denkt und überspült den gesamten Strand. (Vielen Dank an dieser Stelle an den älteren Herrn, der Handtücher und Sonnenbrillen gerettet hat…) Parken (und schlafen) kann man unter anderem in der Rue Élissacili oder auf dem Campingplatz Alturan, der in der Hochsaison allerdings auch meist ausgebucht ist.

 

Es geht weiter Richtung Süden…

NOJA 

Die Suche nach Campingplätzen im spanischen Baskenland gestaltete sich ziemlich schwierig. Durch die zerklüftete Küstenlandschaft gibt es augenscheinlich nur wenig Plätze direkt am Strand. Einen haben wir allerdings gefunden, noch dazu einen wirklich schönen mit einem traumhaften Strand sowohl zum Surfen als auch zum Baden und schnorcheln. In Noja, Camping Playa Joyel. Auch hier gilt: Ohne Reservieren heißt es unter Umständen morgens lange anstehen und hoffen, dass jemand den Platz verlässt. Es gibt aber die perfekte Alternative. In der Calle la Ría stehen im Sommer zig Wohnmobile und Bullis nebeneinander, direkt am Strand. Die Polizei kontrolliert dort angeblich nicht, hieß es. Das solltet ihr allerdings mit euren Nachbarn nochmal besprechen. Wir hatten mehrere Tage Gesellschaft von einem vermeintlich netten Pärchen aus Bilbao mit einem umgebauten dunkelblauen VW Caddy. Solltet ihr die beiden treffen, holt euch bitte meine Campingstühle und Campingtisch zurück und bestellt schöne Grüße.

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